Mit Kindern KEINE Kasse machen

Rhein-Sieg-Kreis holt Jugendlichen aus Kirgistan zurück.

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Rhein-Sieg-Kreis holt Jugendlichen aus Kirgistan zurück.

Wenn man hier die Beiträge über Jugendämter liest, ist schnell klar, um was es hier geht.

1.) Die Jugendämter nehmen oft viel zu schnell, unbegründet und willkürlich Kinder aus den Familien, und betreiben regelrecht einen Kinderhandel.

2.) Kinder und Jugendliche darf man nicht im Ausland unterbringen, die haben ein Recht aus ihre deutsche Kultur, Schulbildung, Sprache und Schutz des Staates, und ein Recht auf ihre in Deutschland verbrieften Grund-, Kinder- und Menschenrechte.

3.) In Krisengebieten darf man Kinder gar nicht unterbringen. Kinder aus Kirgistan, oder anderen Krisengebieten gehören sofort zurückgeholt.

4.) Leuten wie Lichtenberger gehören das Handwerk gelegt. An dieser Art Kinderhandel/Menschenhandel hat man sich nicht zu bereichern. Mit KINDERN KASSE MACHEN, geht gar nicht.

Wegen der Uhrzeit soll das hier nun ein erster. kurzer Beitrag werden, deshalb will ich mich auch sehr kurz fassen.

Heute sollte Lichtenberger im Jugendhilfeausschuss im Kreishaus Siegburg sein Konzept der Auslandsunterbringung vorstellen. Das dortige Jugendamt und die Firma von Lichtenberger haben einen Jugendlichen in Kirgistan untergebracht.

Aus diesem Grund hatte ich Montag und Dienstag Demos angemeldet. Am Montag war ich alleine vor Ort. Der Montag diente nur dazu, um für Dienstag zu mobilisieren und zu sensibilisieren. Am Dienstag kamen dann 5 Leute zur Demo. (ich als gemeldeter Veranstalter konnte aber erst fast 1,5 Stunden später kommen, weil ich in Köln auf dem Bahnsteig festsaß. Der Aufzug war kaputt, angeblich wurde an dem gearbeitet, und in 6-8 Minuten sollte er wieder gehen. 80 Minuten später konnte ich dann den Bahnsteig endlich verlassen.)

Bis ca. 15:45 Uhr führten wir die Demo vor dem Kreishaus durch. Dann gingen die Meisten zur öffentlichen Sitzung, wo man uns aber nicht wirklich haben wollte. Auch Lichtenberger kam. Anders als beim Landtag in Düsseldorf hatte er sich nicht krankgemeldet.

Lichtenberger war wieder ein Erlebnis. Der legt in seiner eigenen Realität. Wenn Lichtenberger was von einem amputierten Pferd erzählen sollte, dann hat der Gaul am Ende 9 Beine.

zwei rechts eins links.

zwei vorne eins hinten.

und dann noch an 3 Ecken eins.

Ein Beispiel. Lt. Lichtenberger ist seine Firma mit den Jahren immer besser geworden. Ok, das sollte man eigentlich von einer Firma auch erwarten. Aber bei Lichtenberger bedeutet dass, dass man nach über 20 Jahren Life-Jugendhilfe PAUL, bekannt aus der MONITOR-Sendung, auf einem abgewirtschafteten Hof in Ungarn bei einem Rentner untergebracht hatte, bei dem völlig unklar ist, ob er nun 63 Jahre, oder 73 Jahre ist. Wenn das die Krönung der Unterbringung durch die Life-Jugendhilfe ist, dann möchte man an die Zustände bei anderen Jugendlichen gar nicht mehr denken.

Weiter erklärte Lichtenberger, dass die Auslandsunterbringung von Kindern der absolute Ausnahmefall wäre. Dann erzählt er, dass aktuell ein Mitarbeiter von ihm in Ungarn unterwegs wäre, um dort die 8 Kinder zu besuchen, die seine Firma alleine in Ungarn untergebracht hat.

Dem Landtag hatte er doch mitgeteilt, dass er ca. 1/3 seiner Kunden (Kinder) im Ausland untergebracht hat, und ca. 2/3 im Inland. In absoluten Zahlen waren es dann 29 im Ausland, und 31 im Inland. Ich befürchte, da muss nun einer von uns Zweien noch mal Rechnen üben. Ich würde das nun eher halbe/halbe nennen.

Und so könnte man weiter machen. Auch wenn er über die angebliche Ausbildung seiner Betreuer spricht. Leiden die vielleicht bereits an Alzheimer, denn die wussten offenbar nichts davon. In der MONITOR-Sendung konnten die sich an eine pädagogische Ausbildung nicht erinnern.

Lichtenberger hatte zwar später entsprechende Dokumente gezeigt, aber die betreffende UNI soll ja erklärt haben, dass sie so eine Ausbildung gar nicht gemacht haben konnten. Zusammen mit der Altersdifferenz von 73 Jahre auf nun plötzlich “nur noch” 63 Jahre, wäre das vielleicht auch mal eine Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft wert.

Auf die (rhetorische?) Frage, ob die Staatsanwaltschaft das laufende Ermittlungsverfahren gegen ihn bereits eingestellt hätte, wollte Gerhard Lichtenberger dann nicht antworten. Wäre es eingestellt gewesen, dann wäre er wahrscheinlich redseliger gewesen in diesem Punkt.

Zu den merkwürdigen Dokumenten gehört auch ein angebliches Schreiben vom Auswärtigen Amt. Angeblich hatte man Lichtenberger schriftlich bestätigt, dass bei einer Unterbringung in Kirgistan keine besondere Gefahr bestehe. Merkwürdig, das selbe Amt hatte dem WDR noch bestätigt, dass es wegen der Lage dort keine Reiseempfehlung für Kirgistan gäbe, und man dort auch keine Kinder unterbringen solle. Und auch heute gibt es auf der Seite des AA folgende Warnmeldung.

Kirgisistan: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 17.11.2015
(Unverändert gültig seit: 08.10.2015)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bei Reisen innerhalb ganz Kirgisistans wird zu Vorsicht geraten. Gewaltsame Zusammenstöße, beispielsweise im Rahmen von Demonstrationen im Zusammenhang mit innenpolitischen Entwicklungen in Kirgisistan, können im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein und sich regelmäßig über die Sicherheitslage informiert zu halten. …

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KirgisistanSicherheit.html

Wie so oft hörte sich das bei Lichtenberger ganz anders an.

Noch bevor Lichtenberger überhaupt seinen Vortrag halten durfte, wurde aber erklärt, dass der Kreis das Kind noch diese Woche aus Kirgistan zurückholt.

Bravo Siegburg,  da habt ihr ja mal was vernünftiges entschieden. Unabhängig davon können wir schon jetzt verkünden, dass es in Siegburg zukünftig weitere Demonstrationen geben wird. Es gibt in Siegburg weitere Kinder, die unsere Aufmerksamkeit errungen haben.

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