Mit Kindern KEINE Kasse machen

KARLSRUHE: Jugendamt erzählt einem was vom Pferd

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Aus „Das tapfere Schneiderlein“ von den Gebrüder Grimm

„…Bist du so ein Kerl?“ sprach er und mußte selbst seine Tapferkeit bewundern. „Das soll die ganze Stadt erfahren.“ Und in der Hast schnitt sich das Schneiderlein einen Gürtel, nähte ihn und stickte mit großen Buchstaben darauf „Siebene auf einen Streich!…“

Nicht bekannt ist, in welcher Stadt sich das abgespielt haben sollte. Ich würde Karlsruhe nicht ausschließen können, denn dort gibt es ein Jugendamt, das im Juli 2012 einer Mutter gleich 7 ihrer 8 Kinder weggenommen hat. Vielleicht wollte das Jugendamt auch noch das tapfere Schneiderlein übertreffen, aber das älteste Kind war damals bereits volljährig.

Eine Mutter das bereits ein volljährigen Kind erzogen hat, kann vermutlich 18 Jahre lang nicht erziehungsunfähig gewesen sein. Und wenn dann das älteste Kind volljährig wird, dann soll die Mutter plötzlich nicht mehr in der Lage sein die verbleibenden 7 Kinder zu erziehen, wo sie doch kurz vorher noch 8 Kinder erziehen konnte.

Statt 8 auf einen Streich blieb es also für das Jugendamt bei 7 auf einen Streich.

Sieht man sich die Entwicklung der Kinder an, dann muss man Zweifel an der Erziehungsfähigkeit des Jugendamtes haben. Das älteste Kind war im Jahe 2012 schon 16 Jahre alt. Heute ist das Mädchen 19, hat Drogenprobleme, und steht mit einem Bein im Gefängnis.

Der Umgang des Jugendamtes mit der damals 12-jährigen Fabienne ist schon ein echtes Fiasko. Immer wieder haut das Mädchen aus verschiedenen Heimen ab, will nur zurück zu ihrer Mutter. Das will das Jugendamt aber gar nicht. Man packt Fabienne in die Psychiatrie, und im März 2014 geht es dann nach Italien. Dort in Camorosso wird das Mädchen nicht so schnell wieder abhauen, hofft man.

Wir haben erst vor einigen Tagen hier berichten müssen, wie solche Spielereien der Jugendämter mit der Zukunft der Kinder ausgehen können. Zwei Kinder waren auch in Italien aus ihrer Einrichtung geflüchtet, und eines ist bei der Flucht dann umgekommen.

Fabienne wollte nicht nach Italien, sie erzählt, dass man sie erpresst habe. Sie wohnt bei einer Erzieherfamilie, die früher in einem Kinderheim gearbeitet hatten.

Zunächst durfte das Mädchen 3 Monate nicht mit ihrer Mutter telefonieren. Danach waren monatlich 10 Minuten erlaubt. Fabienne will weiter nach Hause. Um ihr Italien schmackhaft zu machen bezahlt das Jugendamt monatlich 400 Euro für ein Pflegepferd.

Trotzdem will Fabienne weiter nach Hause. Dann soll sie ein Pferd geschenkt bekommen, wenn sie die Maßnahme in Italien weiter macht, bis sie 18 ist.

Es ist erstaunlich, wie die Jugendämter immer wieder versuchen die Trennung von Eltern und Kind bis mindestens zur Volljährigkeit zu betreiben, obwohl es doch eigentlich deren Aufgabe wäre, dafür zu sorgen, dass die Kinder zu ihren Eltern zurück können. Aber diese gesetzliche Aufgabe scheint die Ämter häufig keineswegs zu interessieren.

Das angebliche Pferdegeschenk war natürlich auch nur ein Märchen. Niemals hätten die dem Mädchen ein Pferd geschenkt. Das Einzige was die können ist den Eltern und Kinder was vom Pferd erzählen.

Die Maßnahme in Italien wird dann ziemlich schnell beendet, als die Mutter ankündigt, dass sie einen Anwalt einschaltet, und Strafantrag gegen die Verantwortlichen stellt.

In Deutschland wird sie dann wieder in die Sozialpädagogische Einrichtung Niefernburg gebracht. Zunächst aber nicht in die geschlossene Einrichtung. Als Fabienne später erfährt, dass man sie wieder in die geschlossene Einrichtung verlegen will, macht sie sich wieder auf die Socken. 16 Wochen ist sie auf der Flucht.

Weil das Jugendamt Karlsruhe unbedingt verhindern will, dass das Mädchen zu ihrer Mutter kommt, ist man damit einverstanden, dass sie bei ihrer großen Schwester lebt, die auch in der Obhut des Jugendamts war, und inzwischen volljährig ist.

Eine wirklich tolle Leistung. Da soll ein 19-jähriges Problemkind ihre 15-jährige Problemschwester erziehen. Wie soll das denn gehen?

Was hatte die Maßnahme in Italien gekostet? Die Mutter sollte 6.500 Euro im Monat für Italien bezahlen. Die 19-jährige Schwester soll vom Jugendamt angeblich überhaupt kein Geld für die 15-jährige Schwester erhalten haben. Sollten vielleicht Luft und Liebe reichen?

Es wird berichtet, dass man die 15-Jährige noch um 3 Uhr in der Stadt gesehen habe. Kein Wunder, wenn eine 19-Jährige ihre 15-jährige Schwester bemuttern soll, nur weil ein geschäftstüchtiges Jugendamt das Kind nicht der Mutter zurückgeben will.

Am 14.12.2015 passiert dann der Supergau. Die 15-Jährige wird mit Alkohol, Drogen und KO-Tropfen außer Gefecht gesetzt, und von einem 25-jährigen Asylanten aus Syrien vergewaltigt. Das Mädchen wird ins Krankenhaus gebracht, und musste dort eine Nacht bleiben.

Das Jugendamt soll die Mutter bisher nicht über den Vorfall unterrichtet haben. Nur durch einen Anruf von Fabienne aus dem Krankenhaus hat die Mutter über Umwege davon erfahren. Am 15.12.2015 hat das Jugendamt Karlsruhe das Mädchen aus dem Krankenhaus abgeholt, und wieder in ein neues Heim gesteckt. Am 16.12.2015 ist sie dann von dort wieder abgehauen, und sofort zu ihrer Mutter gefahren.

Im Moment hält sich Fabienne bei ihrer Mutter auf. Das Jugendamt war damit einverstanden. Allerdings will das Jugendamt das Mädchen wieder von der Mutter entfernen, obwohl sich Fabienne auch mir gegenüber eindeutig geäußert hat, dass sie nur bei ihrer Mutter leben will. Offenbar arbeiten bei diesem Jugendamt nur ganz besondere Experten, die so lernresitent sind, und nicht kapieren wollen, was es bedeutet, wenn ein Kind seit 3 Jahren immer wieder aus einem Heim ausreißt und zu der Mutter flüchtet.

Ich glaube kaum, dass man das Jugendamt Karlsruhe wirklich als erziehungsfähig bezeichnen kann, zumindest nicht in dem Fall von Fabienne.

Wieder einmal haben wir ein Jugendamt, dass sich auf die Fahne schreiben kann, die Zukunft eines Kindes massiv zerstört zu haben.

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